OrthoPulse® in Kombination mit Invisalign®? Ist das etwas für mich?

Die Low-Level-Licht-Therapie (LLLT) wird zur kieferorthopädischen Behandlung von Zahnfehlstellungen benutzt und hat bereits erste Erfolge verzeichnet. Photobiomodulation ist eine neue unterstützende Behandlungsmethode bei schiefen Zähnen. Da ich stark darüber nachdenke, meine obere Zahnreihe mittels Zahnspange korrigieren zu lassen, auf das Tragen aber gar keine Lust habe, habe ich mich hiermit etwas genauer beschäftigt.

Wie funktioniert die Methode?

Mit bestimmten Lichtfrequenzen werden die Mitochondrien der Zellen stimuliert und dadurch die Wundheilung beschleunigt. Hauptsächlich diente die LLLT bisher zur Knochenregeneration. Nun wurde die Technik für die Behandlung schiefer Zähne und weiterentwickelt. Die Firma OrthoPulse® bringt ein Gerät auf dem Markt, welches täglich für 10 Minuten in den Mund eingesetzt wird und dort mittelt Infrarotstrahlung die Zellen anregt. Das Gerät schaltet sich beim Einsetzen automatisch ein und gibt zudem über eine App Rückmeldung an den Zahnarzt und direkt an die Benutzer, also an mich.

So kann der Behandlungsverlauf in Echtzeit kontrolliert und überwacht werden. Nebenwirkungen sind keine angegeben. Die Patienten berichten über keine Schmerzen und eine Linderung des Druckschmerzes, der durch das Tragen der Zahnspange entstehen kann. Das wichtigste: Die Tragezeiten von Zahnspangen lassen sich dadurch angeblich deutlich verringern. – Und in Kombination mit Invisalign® lassen sich in kurzer Zeit die besten Erfolge sehen. Bei den transparenten Zahnspangen beträgt das Kontrollintervall zwischen 6 bis 8 Wochen. Eine Zahnkorrektur dauert insgesamt im Durchschnitt bis zu 6 Monaten. In Kombination mit einem OrthoPulse®-Gerät kann diese Zeit um fast die Hälfte verringert werden.

Zahnkorrekturen können in jedem Alter vorgenommen werden. Ein Vorteil der Invisalign®-Aligner ist, dass die transparenten, fast unsichtbaren Modelle, die jederzeit herausgenommen werden können und dank OrthoPulse® schneller als bisher gewechselt werden können. Die Aligner stören nicht beim Essen oder Trinken. Vor allem Jugendliche und Kinder müssen sich auch nicht schämen, wenn Sie lächeln und können so viel entspannter durch den Tag gehen.

Erste Studien

Die „neue Methode“ bewirkt eine deutliche Verkürzung der Tragedauer von Zahnspangen, sagen Kieferorthopäden und Zahnärzte verschiedener Nationen. Erste Studien konnten bisher positive Ergebnisse liefern, allerdings gibt es auch erst eine Handvoll Studien, die zur Verfügung stehen, und einige Zahnmediziner haben sich auch schon kritisch geäußert und bezweifeln, dass die Methode tatsächlich funktioniert. Demgegenüber stehen aber, laut Bewertungen auf der OrthoPulse® und in Internetforen, sehr zufriedene Patienten.

Entstehung und Geschichte hinter OrthoPulse®

Die Stimulierung der Mitochondrien mittels Licht hat bereits Otto Warburg, ein deutscher Arzt und Biochemiker, in den 30er Jahren festgestellt. Er beschäftigte sich damals mit den Ursachen von Krebserkrankungen im menschlichen Körper und dem Verhalten von Zellen. Das Unternehmen OrthoPulse® hat diese Technik nun für die Zahn- und Kieferbehandlung entdeckt. Die Lichtwellen im Infrarotbereich wirken stimulierend auf die Zahnbewegung. 2015 erhielt OrthoPulse® die FDA-Zulassung für die Behandlung von festen Zahnspangen und Alignern wie Invisalign®. Das amerikanische Unternehmen Align Technology hinter Invisalign® wurde schon im Jahr 1997 gegründet und hat bis heute das Patent für die Herstellung von Invisalign®-Schienen. Nach Aussagen des Herstellers sind heute bereits mehr als 3 Millionen Schienen erfolgreich im Einsatz. Das liest sich doch erstmal nicht schlecht…

Mein Fazit

Zahnkorrekturen waren offenbar noch nie so einfach. Sollte ich mich für eine Zahnbehandlung entscheiden, muss ich diese sowieso selbst übernehmen. Da es mir wichtig ist, dass die Behandlung vor allem schnell geht und mit wenig bis keinen Schmerzen verbunden ist, bin ich auch bereit etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen. Eine gute Kombination mit zufriedenstellenden Ergebnissen scheint die Behandlung mit OrthoPulse® und Invisalign®-Schienen zu liefern. Der Tragekomfort, die Kontrolle und die einfache Bedienbarkeit sind Gründe für mich, diese Methode auszuprobieren. Solltest Ihr Interesse daran haben, sprecht das am besten bei Eurem Zahnarzt bei der nächsten Routineuntersuchung an.