Fair Fashion: Labels für den Herbst

Der Sommer ist gerade vorbei und der Herbst steht bereits vor der Tür. Die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken. Das heißt, die Sommerkleidung kann schon langsam im Keller gelagert werden und die Herbstkleidung kann in den Schrank. Wer sich Neues zulegen will, muss shoppen. – Fair Fashion und Fairtrade war noch nie so wichtig wie heute. Umweltschutz und fairem Handel fängt nicht nur beim Kauf von Naturprodukten an, sondern meint auch eine faire Bezahlung der Mitarbeiter, ökologischer Anbau von Baumwolle und vieles mehr. Nun zurück zur Mode für den Herbst.

Pullis und Jacken ersetzen T-Shirts und Bikinis, die kurzen Hosen werden gegen + getauscht und es dauert nicht lange und der Winter steht wieder vor der Tür. Eine beliebte Markenkleidung, nicht nur für den Herbst, kommt von People Tree. Der Hersteller ist seit über zwanzig Jahren auf dem Markt und schwört auf Bio-Baumwolle. Ein weiteres Fairtrade-Label heißt Lanius, nach der Designerin Claudia Lanius benannt. Die Kölnerin produziert ihre Kleidung in Europa und Asien zu fairen Bedingungen. Ihre Kollektionen beeindrucken mit schlichten Farben und zeitlosem Design.

Fairtrade in der Lafayette Galerie

Auch in der Galerie Lafayette gibt es seit diesem Jahr eine extra Kampagne für nachhaltige Mode unter dem Motto „Go for Good“ vom 3. September bis 13. Oktober. Hier wird u. a. die neue nachhaltige Modekollektion von Stella McCartney, unter deren Schirmherrschaft die Initiative startet, vorgestellt und verkauft. Weitere faire Labels sind VEJA und Atelier Céleste sowie das Label Armedangels. Die Designer aus Köln, die es schon seit 2007 auf dem Markt gibt, haben es in die bekannte Galerie Lafayette geschafft und verkaufen zudem im eigenen Onlineshop. Sie setzen dabei auf moderne Muster und Designs, lässige Schnitte und bunte Farben. Die Herstellung der Kleidung entspricht den GOTS-Richtlinien und die Qualität ist einzigartig. Mit einem GOTS-zertifizierten Produkt kauft man ökologisch einwandfreie Kleidung, bei der sich der Käufer sicher sein kann, dass bei der Produktion keine umweltschädlichen Chemikalien verwendet wurden, die Baumwolle zu fairen Preisen produziert und eingekauft wurde, und es keine Kinderarbeit gab. Die Bio-Baumwolle stammt aus Indien und die Bio-Schürwolle für die kuschligen Pullover kommt aus Argentinien, besser gesagt Patagonien, dem Land der Winde.

Faire Kleidung ist heute von gewöhnlicher Kleidung kaum zu unterscheiden. Man muss also keine Angst haben, wie eine Gestalt aus vergangener Zeit auszusehen. Natürlich kostet die faire Kleidung einiges mehr als bei den großen Kleidungsgeschäften wie H&M oder PRIMARK und muss daher sorgfältiger ausgewählt werden.

Gründe für Fairtrade

Beim Fairtrade-Siegel handelt es sich um ein Sozialsiegel. Bei der Herstellung von Bio-Produkten bzw. Bio-Rohstoffen, werden keine Pestizide, Klebstoffe und Lösungsmittel benutzt. Das ist damit ein klarer Bonus und Vorteil für Allergiker. Die Stoffe sind hochwertiger, da viel in Handarbeit hergestellt wird und man läuft auch nicht Gefahr die Stücke an jedem 2. Menschen auf der Straße erneut zu sehen, da in geringer Stückzahl produziert wird. Neben der Baumwolle werden vermehrt Hanf und Leinen angebaut, was gesünder und ökonomischer ist als reine Baumwolle, da diese Pflanzen weniger Wasser und Chemikalien bei der Produktion benötigen und auch regional in Europa angebaut werden können.

Jedes Jahr werden neue Trends geschaffen, auch im Fairtrade-Segment der Mode. Ich bin gespannt, welche Farben und Muster dieses Jahr den Herbst dominieren werden…