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Verheerend für die Umwelt: Mikroplastik in Kosmetika

Besonders wir Frauen lieben Kosmetika in jeglichen Ausführungen. Schließlich sind sie für unsere Schönheit und Gesundheit da. Dachte ich…. Jetzt häuft sich die Diskussion um mögliche Mikroplastik-Partikel in Kosmetikprodukten und wenn man dieser Sache einmal nachgeht, ist man nur noch erschrocken. Mikroplastik sind kleine Partikel, die kleiner als fünf Millimeter sind. Sie sind für unser menschliches Auge kaum sichtbar. Auch flüssige Kunststoffe gehören dazu. Nun stellt sich heraus, dass diese Plastikpartikel in vielen Kosmetika enthalten sind. Zum einen tatsächlich absichtlich, zum anderen über Gewässer. Das Plastik für unsere Umwelt ein großes Problem ist, war mir nicht neu. Seit Jahren kaufe ich nur noch mit Stoff- oder Papiertüten ein und schaue, dass ich alles Mögliche recyceln kann. Aber wenn sich diese Umweltbelastung nun auch in unserer Kosmetik wiederfindet und das auch noch in solchen Mengen, dass darüber diskutiert werden muss, ist für mich ein Schock.

Wo kommt das Mikroplastik her?

Es mag naiv klingen, das geb ich zu. Aber irgendwie hatte ich noch ein bisschen Hoffnung auf das Umweltbewusstsein der Menschen. Ich dachte, die Zeiten ändern sich langsam und der Umweltschutz rückt wieder mehr in den Vordergrund. Aber da habe ich mich wohl geirrt. Plastik ist einfach Müll. Es wird auf Basis von dem Rohstoff Erdöl hergestellt, welcher sowieso immer knapper wird. Zudem ist Plastik nicht biologisch abbaubar. Die Mikroplastikteile gelangen immer weiter in die Umwelt, besonders in die Meere. Mal davon abgesehen, dass besonders die Meerestiere daran leiden und sterben, kommen die Partikel auch zu uns zurück. Kläranlagen können die klitzekleinen Partikel nicht vollständig aus dem Abwasser filtern. Die Giftstoffe gelangen somit ins Wasser, in die Luft, auf Felder und in unsere Kosmetika. Als Füllstoff und Bindemittel werden die Partikel zum Teil sogar mit Absicht in die Kosmetika integriert, besonders betroffen sind Peelings, Duschgels, Makeup, Abdeckcremes und Shampoos.

Was kann man tun?

Sehen tut man die Plastikpartikel nicht wirklich. Das heißt, man muss sich schon vorher genau informieren, wo was drin ist. Schwieriger wird das, indem die Inhaltslisten immer nur die chemische Bezeichnung der Stoffe aufdeckt und kaum jemand genau weiß, was dahintersteckt. Häufig sind zum Beispiel Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Acrylates Copolymer (AC). Ich kann hier nicht mal alles an Kosmetika aufzählen, in denen die Mikroplastik zu finden sein kann, weil es tatsächlich fast überall drin ist. Wenn man das erstmal weiß und sich bewusstmacht, ist man wirklich erschrocken. Ich bin mittlerweile auf Naturkosmetika umgestiegen, so gut es ging. Die kostet zwar ein paar Euro mehr, aber dafür ist sie gesünder und ich tue meiner Umwelt etwas Gutes. In den Drogerien kann man schon sehr gute Naturkosmetika finden. Ich bin ein totaler Fan von Lavera und für meine Haare nutze ich nur noch Aussy Shampoo und Spülung. Zertifizierte Naturkosmetik-Produkte haben garantiert keine Mikroplastik enthalten. Hier werden lediglich pflanzliche und mineralische Stoffe verwendet, unter anderem Salze, Tonerde und ähnliches. Am besten, ihr achtet immer auf die Siegel von Nature, BDIH, Ecocert, Naturland oder Demeter, die für zertifizierte Naturkosmetik stehen.

Auf den Internetseiten vom BUND und Greenpeace findest du zudem hilfreiche Negativ-Listen, auf denen erkennbar ist, wo Mikroplastik enthalten ist. Eine App namens „Beat the Microbead“ ist kostenlos im Appstore erhältlich. Mit ihr kann man die Barcodes auf den Produkten abscannen und es wird angezeigt, ob Plastikteilchen enthalten sind oder nicht.

Veröffentlicht inSchöner Leben