Springe zum Inhalt

Nach erfolgreicher Wohnungssuche – Wohnung streichen leichtgemacht

Welche Frau kennt das nicht? Man bezieht eine Wohnung und möchte diese natürlich auch so wohnlich und gemütlich wie möglich gestalten. Ich hatte damals das Glück, dass ich fleißige Helfer hatte, die auch das Streichen der Wohnung übernommen und das recht fachmännisch und schnell hinter sich gebracht haben. Damals wäre ich aufgeschmissen gewesen, wenn die Jungs nicht gewesen wären. Andererseits ärgert es mich schon, dass man bei sowas schon auf Hilfe angewiesen ist. Jetzt habe ich mir vorgenommen, mein Wohnzimmer etwas zu verändern und: Ich werde selber streichen! Ich bin der festen Überzeugung, dass das Streichen nicht unbedingt lästig sein muss, wenn man einige hilfreiche Tipps befolgt. Dann kann das Malern sogar Spaß machen. Ich bin mir bewusst, dass ein frischer Anstrich mein gesamtes Wohnzimmer verändern wird. Ich möchte einfach ein paar farbliche Akzente setzen und damit eine möglichst große Wirkung erzielen.

Eine gute Vorbereitung ist das A und O

Ich habe angefangen, eine Checkliste zu erstellen. Dazu gehören vor allem die Materialien, die ich zum Streichen brauche. Wer jetzt denkt, Farbe und Pinsel reichen, der irrt sich! Ich hätte im Leben nicht an alles gedacht, wenn ich mich nicht vorher genauestens belesen hätte. Natürlich brauche ich in erster Linie die Farbe meiner Wahl, aber auch eine Farbrolle und Pinsel sowie ein Abtropfgitter. Da ich die Decke gleich mit streichen möchte, brauche ich auch einen Teleskopstiel für die Farbrolle. Der wird mir auch nützlich bei den doch sehr hohen Wänden meiner Altbauwohnung sein. Abdeckfolien für meine Möbel und den Boden habe ich von meinen Jungs bekommen, das wäre erledigt. Fehlen nur noch Malerkrepp zum Abkleben, ein paar Arbeitshosen, Überzieher für die Füße und eine kleine Trittleiter, die mir sicher meine Nachbarn ausleihen.

Die Wahl der Farbe

Meine Informationsquellen im Internet und meine Jungs haben gesagt, ich soll darauf achten, dass die Wandfarbe eine gute Deckkraft hat. Umso besser die Farbe deckt, desto weniger muss ich überstreichen. Die Fläche, die ich streichen möchte, habe ich bereits ausgemessen, so dass ich die richtige Menge kaufen kann. Auf den Farbeimern ist der Verbrauch der Farbe mit ml/m² angegeben, das dürfte also kein Problem sein. Wenn es meine gewünschte Farbnuance nicht gibt, lasse ich diese einfach vom Fachmann im Baumarkt anmischen. Das ist mir sicherer, als selbst zu experimentieren. Schließlich bin ich blutige Anfängerin. Ich habe mich für Dispersionsfarbe entschieden, da sich diese gleichmäßig auftragen lässt, schnell trocknet und gut deckt. Das ist perfekt für meinen Bedarf. Die zweite Alternative wäre Latexfarbe gewesen, die natürlich auch praktisch ist, weil sie wasserfest und strapazierfähiger ist. Aber für das Wohnzimmer genügt die Dispersionsfarbe.

Vor, während und nach dem Streichen

Jetzt geht’s an Eingemachte! Als erstes werde ich Fußleisten, Steckdosen, Tür- und Fensterrahmen mit dem Kreppband abkleben, damit nichts danebengeht. Meine Möbel sind schon abgedeckt und gesichert. Bevor es losgeht mit dem Streichen, soll man die Farbe noch einmal gut umrühren. Am besten geht das mit einem Rührstab aus Holz oder dem Rührquirl einer Bohrmaschine. Ich entscheide mich dann wohl eher für den hölzernen Rührstab, eine Bohrmaschine ist (noch) nicht in meinem Besitz. Beim Malern soll man für die großen Flächen die Farbrolle nutzen, für Ecken und Kanten eher den Flachpinsel. Mir wurden Farbrollen aus Lammfell empfohlen, da die keine Fusseln hinterlassen und auch die Farbe sehr gut aufnehmen. Das Abstreichgitter dient für die Farbrolle – immer erst einmal daran abstreifen, damit die Farben nicht kleckert oder läuft.

Streichen soll ich bei normaler Zimmertemperatur und vom Fenster weg, also in Richtung des Lichteinfalls. Ich werde mit dem Pinsel die Ecken und Kanten vorarbeiten und die Großflächen mit der Farbrolle bemalen. Meine Jungs haben mir geraten, über Kreuz zu streichen, statt in geraden Bahnen. Also erst senkrechte Linien streichen und dann die Richtung wechseln und noch einmal quer über die Bahnen gehen. Das konnte ich auch beim ersten Malern meiner Wohnung beobachten. So kommt es nicht zu Farbüberlappungen, unregelmäßigen Farbgebungen und ungleichmäßigen Stellen an meiner Wand. Sollte ein zweiter Anstrich nötig sein, muss ich warten, bis die Wand trocken ist. Nach dem Streichen muss ich das Kreppband direkt entfernen, damit die Farbe nicht zerläuft. Das klingt alles super einfach. Wie es in der Theorie wird, werde ich sehen. Aber ich freue mich auf dieses kleine „Abenteuer“. Selbst die Frau, oder?

Veröffentlicht inSchöner Leben